Erst Platzregen, dann Sandstaub: Kurz vor den Sommerferien standen für unsere weibliche C1-Jugend noch einmal zwei ganz unterschiedliche Turniere auf dem Programm. Zunächst ging es zum Berolino Cup beim VfL Ostdorf und eine Woche später dann nach Renningen zum Rankbach Beach Cup.
Beim Berolino Cup begann der Turniertag alles andere als optimal. Platzregen sorgte für einen ungemütlichen Start und auch sportlich wartete direkt eine anspruchsvolle Aufgabe. Im ersten Spiel ging es gegen die HSG Strohgäu, eine Mannschaft aus der Bezirksoberliga Neckar-Franken. Unsere Mädels hielten gut dagegen, mussten sich aber mit 6:10 geschlagen geben.
Danach fand das Team immer besser ins Turnier und zeigte gegen den TV-Rottenburg 2 eine starke Reaktion. Mit einem klaren 16:6-Erfolg gelang der erste Sieg des Tages. Auch gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen knüpfte die Mannschaft daran an. Aus einer geschlossenen Abwehr heraus und mit viel Einsatz im Angriff erspielte sie sich einen verdienten 12:6-Sieg.
Gegen die HSG Hossingen-Meßstetten wartete anschließend ein echtes Schwergewicht. Der spätere Gruppensieger spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga. Bei der 8:17-Niederlage war durchaus etwas mehr möglich, dennoch ließ sich die Mannschaft nicht hängen. Zum Abschluss der Gruppenphase folgte noch einmal ein deutlicher 19:4-Sieg gegen den TV Onstmettingen.
Damit ging es in die EHF-Pokal-Runde, in der das Team noch einmal alles mobilisierte. Im Endspiel um Platz 5 gegen den HC Frittlingen/Balgheim/Neufra zeigte die Mannschaft, wie viel sie sich im Laufe des Turniers erarbeitet hatte. Mit Spielfreude, guter Abstimmung und großem Teamgeist setzte sie sich verdient mit 14:9 durch und belohnte sich mit dem Gewinn des EHF-Pokals. Ein schöner Erfolg und ein starkes Zeichen dafür, dass die Mannschaft auch gegen unterschiedliche Gegner und Spielverläufe immer wieder Antworten finden kann. Das anschließende Pizzaessen war also mehr als verdient.
Eine Woche später wartete mit dem Rankbach Beach Cup eine ganz andere Herausforderung. Zwei getrennt gewertete Halbzeiten, doppelt zählende Trickwürfe und Torwarttore sowie mögliche Penalty-Shootouts verlangen Kreativität, Mut und schnelles Umdenken. Genau diese Umstellung mussten unsere Mädels in der Vorrunde erst einmal meistern.
Gegen Brüder Ismaning und die SG H2Ku Herrenberg 2 gab es zunächst zwei 0:2-Niederlagen. Mit Blick auf die weitere Spieltaktik sollten sich diese Partien jedoch noch als sehr lehrreich und wertvoll erweisen. Zwar ging auch das nächste Spiel gegen HT Heckengäu 1 mit 1:2 im Penalty-Shootout verloren, doch der gewonnene Satz zeigte, dass die Mannschaft immer besser ins Turnier fand.
Trotz des letzten Platzes in der Vorrunde ließ sich das Team nicht entmutigen. Im Gegenteil: In der Finalrunde zeigte die Mannschaft, wie viel sie innerhalb weniger Spiele dazugelernt hatte. Im Viertelfinale gegen die bis dahin ungeschlagenen Caipis U14 ging der erste Satz noch deutlich verloren, doch danach fanden unsere Mädels die passenden Lösungen. Mit einem gewonnenen zweiten Satz und einem starken Penalty-Shootout drehte die Mannschaft die Partie und zog mit einem 2:1-Erfolg ins Halbfinale ein.
Dort wartete erneut HT Heckengäu 1. Doch dieses Mal drehte unsere Mannschaft den Spieß um. Konzentriert, mutig und mit immer besseren Lösungen im Angriff entschied sie beide Sätze für sich. Mit dem 2:0-Erfolg gelang der Einzug ins Finale. Auch dort hielt das Team gegen die SG H2Ku Herrenberg stark dagegen. Vor allem der erste Satz war beim 11:12 denkbar knapp. Auch wenn sich die Mannschaft am Ende mit 0:2 geschlagen geben musste, erreichte sie einen hervorragenden zweiten Platz beim Rankbach Beach Cup.
Fazit
Die beiden Turniere waren ein gelungener und zugleich wertvoller Schritt in Richtung der kommenden Aufgaben. Besonders beeindruckend waren nicht nur die Platzierungen, sondern vor allem die Entwicklung, die zu beobachten war. Von schwierigen Starts, ungewohnten Bedingungen und starken Gegnern hin zu mutigen Auftritten und gemeinsamen Lösungen. Gerade der Beach Cup hat gezeigt, dass sich das Team auch von einem letzten Vorrundenplatz nicht aus der Ruhe bringen lässt. Jetzt geht es in die Sommerferien – und darum, den Grundstein für die neue Saison in der Bezirksoberliga Neckar-Alb zu legen.