„There is no failure in sports.“ – Im Sport gibt es Siege und Niederlagen, gute und schlechte Tage. Manchmal läuft es wie erhofft, manchmal sind die anderen einfach einen Tick besser. Entscheidend ist, was man aus diesen Erfahrungen macht und wie man sich weiterentwickelt.
Dieser Gedanke von Basketballstar Giannis Antetokounmpo passt gut zum Saisonstart unserer weiblichen C1-Jugend. Nach einer erfolgreichen Qualifikation ist die Mannschaft mit drei Niederlagen in das Abenteuer Bezirksoberliga gestartet. Dabei haben die ersten Spiele nicht nur gezeigt, welche Herausforderungen in der neuen Liga warten, sondern auch, welches Potenzial im Team steckt.
Kämpferischer Auftakt gegen Owen-Lenningen
Zum Saisonauftakt empfingen unsere Mädels die HSG Owen-Lenningen. Die Partie begann ausgeglichen, bevor sich die Gäste Mitte der ersten Halbzeit auf 6:11 absetzen konnten. Unsere Mannschaft fand jedoch zurück ins Spiel und verkürzte bis zur Pause auf 12:14. Nach dem Seitenwechsel gelang es nicht mehr, an diese Phase anzuknüpfen. Owen-Lenningen nutzte seine Chancen konsequenter und setzte sich schließlich mit 26:20 durch. Gerade die Aufholjagd vor der Halbzeit zeigte aber, dass unser Team auch gegen starke Gegner gute Lösungen finden und mithalten kann.
Gegen Neuffen war mehr drin
Auch gegen den TB Neuffen musste unsere Mannschaft zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem frühen 1:4 fanden die Mädels zunehmend besser ins Spiel und verkürzten bis zur Halbzeit auf 8:9. Mit drei Toren in Folge gelang nach der Pause sogar die 11:9-Führung. Doch anschließend fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Während Neuffen sieben Treffer in Serie erzielte, blieb unser Team über längere Zeit gegen eine sehr defensive Abwehr ohne Torerfolg. So wurde aus einer guten Ausgangsposition eine 14:19-Niederlage. Ein Spiel, das vor allem zeigte, wie wichtig Konstanz und Konzentration über die gesamte Spielzeit ist.
Torreiches Duell mit Betzingen
Im dritten Spiel gegen den TSV Betzingen präsentierte sich unsere Mannschaft vor allem offensiv deutlich verbessert. Von Beginn an entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch. Nach einer frühen 2:0-Führung geriet unser Team zwischenzeitlich mit sechs Toren in Rückstand, kämpfte sich aber bis zur Halbzeit auf 20:21 heran.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Betzingen zunächst die bessere Phase und setzte sich erneut ab. Doch unsere Mädels fanden immer wieder Wege zum Tor und ließen den Rückstand in der Schlussphase noch einmal auf zwei Treffer schrumpfen. Besonders erfreulich war, mit welchem Mut und welcher Entschlossenheit die Mannschaft offensiv auftrat. Mit jeweils zwölf Treffern hatten Malia Binzer und Morena Horvath großen Anteil daran, dass die Partie bis zum Schluss spannend blieb. Am Ende stand dann aber leider trotzdem nur ein 38:41 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das auf der einen Seite die deutlichen Fortschritte im Angriff unterstreicht, auf der anderen aber auch den Handlungsbedarf in der Abwehr zeigt.
Fazit: Gemeinsam wachsen und weiterentwickeln
Drei Spiele, noch keine Punkte. Das hatten sich unsere Mädels sicherlich anders vorgestellt. Doch die ersten Wochen in der Bezirksoberliga haben auch gezeigt, dass die Mannschaft mithalten kann. Die Aufholjagd gegen Owen-Lenningen, die zwischenzeitliche Führung gegen Neuffen und die 38 Tore gegen Betzingen sind dafür gute Beispiele.
Natürlich gibt es einiges zu verbessern. Vor allem in der Defensive und bei der Konstanz über die gesamte Spielzeit liegt noch Arbeit vor uns. Gleichzeitig ist zu erkennen, wie sich das Zusammenspiel entwickelt, die Mannschaft mutiger wird und immer wieder gemeinsam Lösungen findet.
Nicht jeder Fortschritt wird sofort mit Punkten belohnt, und nicht jede Entwicklung verläuft geradlinig. Genau darum geht es in dieser Phase: Erfahrungen sammeln, Lernen und das Erarbeitete im nächsten Spiel besser umsetzen. Oder wie Giannis es formuliert: “It’s not a failure; it’s steps to success.“ Entscheidend ist, dass unsere Mädels den Mut behalten, an sich zu arbeiten und als Mannschaft weiter zusammenwachsen.